Warum das Ganze?
Warum mache ich überhaupt diesen Blog? Eventuell fragst du dich das… und glaube mir, ich hab mich das auch schon gefragt! Fakt ist: mir wurde so oft gesagt, dass die Migräne eine chronische, unheilbare Erkrankung ist, gegen die man einfach nichts machen könne. Mir wurde gesagt, ich solle mich damit abfinden und dass es eben so sei, dass ich mein ganzen Leben damit leben müsste. Gefolgt wurde diese Einleitung meist von dem typischen Blabla „Wir können es zwar nicht heilen, aber es erträglicher machen“ oder „… es seltener machen“ oder auch „es weniger intensiv / arg / schmerzhaft / (setze hier deinWort ein) machen“. Immer im Tenor „na, die Heilung kannst du dir abschminken“.
Stempel aufgedrückt: unheilbar!
Ich finde es einfach unglaublich, wie normal es in der heutigen Zeit geworden ist, dass Ärzte eine solche Aussage treffen und damit einer Erkrankung oder einem Symptom das Prädikat „unheilbar und zu akzeptieren“ aufzudrücken. Was macht es mit einem Menschen, der solch eine Aussage – vor allem von einer für die meisten Menschen als ‚Autorität‘ empfundenen Person – hört? Welche Möglichkeit bleibt mir denn als betroffene Person noch, wenn in solchen Momenten der Glaube an ein Leben ohne Migräne niedergeknüppelt wird?
You can believe the diagnosis, not the prognosis.
In einem Interview von Deepak Chopra
Deepak Chopra (u.a. Philosoph und Meditationslehrer) formulierte es sehr treffend in einem Interview, wenn er ganz klar zwischen Prognose und Diagnose unterscheidet: die Diagnose kannst du deinem Arzt glauben – aber nie seine Prognose.
Klar, Ärzte tendieren dazu, aufgrund der Daten (Zahlen, Statistiken, Erfahrungswerte, …) und dem größtenteils einheitlichen Tenor in der Forschung, Wissenschaft und Pharmaindustrie, solch eine Aussage zu machen. Klar ist ja auch, dass es, gerade bei auf Migräne spezialisierten Ärzte ja auch um deren „täglich Brot“ geht und es eben Usus ist, diese Informationen an die Patienten zu geben und ihnen somit ganz klar die vermeintliche weitere Behandlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Geht’s noch?
Ich finde, gerade in der heutigen Zeit, in welcher die Informationen von Spontanremissionen (also Selbstheilungen z.B. bei Krebserkankungen) schon total normal geworden sind, ist es angebracht, als Arzt sich jeder Prognose zu verwehren. Es ist einfach bekannt, dass der „Placebo“-Effekt eine immense Auswirkung hat und so kann sich jeder Vorstellung, welche Dinge durch den eigenen Körper vollbracht werden können, die an das sonst so Unglaubliche und Unvorstellbare grenzen. Es gibt diverse sehr gut belegte Berichte von unglaublichen Heilungen (ob bei Krebs oder bei starken Unfällen mit kompletter Wiederherstellung der Motorik, ohne dass dies für die Ärzte vorstellbar gewesen wäre). Und immer wieder scheint es der Glaube und die Kraft aus der Gewissheit und Überzeugung der Patienten gewesen zu sein, die Ihnen dabei half, das Unmögliche für sich einfach möglich zu machen.
Als Film-Tipp kann ich dir hierzu auch den Film HEAL ans Herz legen. Dabei geht es genau darum, sich nicht einer Prognose hinzugeben, sondern selbst die Schritte zur Heilung zu gehen. Ein sehr inspirierender Film.
Nocebo macht auch was
Wenn dir ein Arzt eine krasse Prognose gibt, kann dies als „Nocebo“ genauso wie ein „Placebo“ in deinem Körper wirken. Während „Placebo“ den positiven Effekt beschreibt (übersetzt bedeutet es „ich werde gefallen“ und beschreibt die Situation, dass allein die Überzeugung, dass etwas passiert, auch zu dem Ergebnis führt) steht das „Nocebo“ analog für den negativen Effekt (aus dem lateinischen mit „ich werde schaden“ übersetzt). Es kann eine solche Aussage also genau die Wirkung als Ergebnis dann erzielen.
Es gibt so viel mega interessante Beispiele und echt sehr gute Erklärungen, weshalb der Placebo Effekt eigentlich so gut wirkt (Beispielsweise der Artikel bei Spektrum: https://www.spektrum.de/news/wie-placebos-wirken/1537269). Die Welt von Google steht dir hier natürlich auch offen 🙂
Als Weiterlese-Tipp möchte ich dir einen Chemiker ans Herz legen, der früher in der Pharmaindustrie tätig war und einfache wahnsinnig spannende Erkenntnisse aus seinen Forschungen teilt: er sah einfach, wie das Gehirn sich die eigenen, genau benötigten Medikamente und Wirkstoffe selbst herstellt und so einfach alles selbst therapieren kann. Es wird genau das hergestellt, was jetzt für genau diesen Körper in genau der richtigen Menge benötigt wird. Diese Erkenntnis hat ihn dazu veranlasst, die Pharmaindustrie (nachdem seine Anliegen dort nicht erhört wurden) hinter sich zu lassen und seine Botschaft zu verbreiten. Der gute Mann heisst David R. Hamilton und er hat einige Bücher geschrieben, die super gut genau zu diesem Thema passen.
Was nun eigentlich…?
Ach so, nun hab ich aber noch immer nicht erklärt, warum ich das Ganze hier eigentlich mache. Warum ich mir einen Abend nehme, um über Placebo, Nocebo, interessante Ansätze und wissenschaftliche Erkenntnisse zu schreiben. Es geht mir darum, Mut zu machen. Genauer: DIR Mut zu machen, falls du genau in so einer Situation gerade bist: du bist gefrustet, traurig, einfach unzufrieden und hast es einfach satt, so oft dein Leben aufgrund der Schmerzen und der Migräne einzuschränken. Du hast es satt, dass du nicht planen kannst, und immer Angst haben musst, wann sie wieder zuschlägt. Du hast Angst, dass dies nie aufhört, einfach weil es schon so lange geht oder du einfach diese vielen negativen Berichte hörst.
Ich möchte dir Mut machen und dir sagen, dass alles möglich ist! Es ist möglich, dass du ein komplett anderes Leben führen kannst. Es ist möglich, dass du ein Leben ohne Migräne und ohne Kopfschmerzen führen wirst. Es ist möglich, dass du ungläubig auf dein früheres Leben zurückschaust und einfach nur überwältigt und froh bist, dass es dir nun so gut geht.
All das ist möglich für dich. Und zwar nicht erst, wenn die Pharmaindustrie eine bahnbrechende Entdeckung machen wird oder es eine neuartige Operationsmethode geben wird. Nein, es ist sofort möglich. Direkt. Es ist möglich, wenn du es willst und wenn du es zulässt.
Und ich möchte dir hier zeigen, wie!
Ich habe es selbst geschafft und bin überglücklich, wie mein Leben sich verändert hat. Wie diese Veränderung einfach so viel mehr ist, als nur „keine Schmerzen mehr zu haben“. Wie es mein ganzes Leben verändert hat, meine Art zu leben, meine Art zu denken, meine Art zu fühlen. Alles frühere hat sich komplett gedreht und alles hat sich neu gemischt und neu geformt. Es ist die Kombination aus Denken, Fühlen, Handeln und Sein. Es ist komplett neu. Und vor allem: es ist so viel leichter, als du es dir vorstellen kannst.


